![]() ![]() |
![]() ...stolz darauf, dass ich meinen eigenen Weg gegangen bin. Obwohl "Nein sagen" sicher nicht zu den Spezialitäten einer im Sternbild der Fische Geborenen zählt, hörten meine Eltern genau das, als sie mich in die Hauptschule anstatt ins Gymnasium schicken wollten. Und auch in puncto gut gemeinter Lebensplanung legte ich schon bald mein Vetorecht ein. Ein sicherer Arbeitsplatz (als Krankenschwester oder Therapeutin), fünf Minuten zur Wirkstätte (LKH Mauer) und ein sorgenfreies Dasein in Mauer-Öhling (bei Amstetten) waren mehr als mein aufmüpfiges Herz damals verkraftete. Da ist mir doch glatt das stressige Journalisten-Dasein lieber. Wirklich! Schuld daran ist ein Medium, wenn auch kein Gedrucktes. Das Fernsehen brachte mich zum Schreiben. Oder besser gesagt, eine Serie, die erstmals im Jahre 1979 im deutschsprachigen Raum ausgestrahlt wurde: Lou Grant. Er kämpfte bis Anfang der Achtziger Jahre am Bildschirm dafür, die Los Angeles Tribune zur Nummer eins zu machen, und ich kämpfte meinen Eltern gegenüber darum, in seine Fußstapfen treten zu dürfen. Nun die erste Runde ging an mich. Ich durfte Publizistik studieren. Den zweiten Punktesieg erreichte ich im zweiten Studienabschnitt. Eine Empfehlung des ORF-Mitarbeiters Roland Machatschke, der am Publizistik-Institut das Thema Hörfunkjournalismus lehrte, öffnete mir das Tor in die Praxis. Er schlug mich seinem damaligen Ö3-Kollegen Herbert Dobrovolny für die Mitarbeit in seinem Verlag vor. Damit begannen meine Lehrjahre. Aufregende wohlgemerkt. Mein erstes Interview führte ich mit Mister "Trailer" Frank Hoffmann höchstpersönlich. Das werde ich wohl nie vergessen, ebenso wenig wie die Casino-Eröffnungen in Canberra und Innsbruck. Erstere verhalf mir dazu, meine bis dahin vorhandene Flugangst abzubauen, und zweitere bildete den Auftakt für meinen Jobwechsel in Richtung Erb-Verlag. Dort kümmerte ich mich beim Elektro-Radio-Handel um Braune und Weiße Ware. Nachdem wir den ERH im Zuge der Fusionierung mit dem Österreichischen Wirtschaftsverlag und dem E-Journal feierlich verabschiedeten, hielt ich nach neuen beruflichen Ufern Ausschau und landete als Chefredakteurin bei Messe & Event sowie bei Verkehr und Umwelt. Drei Jahre später klopfte ich dann beim a3-Verlag an die Tür. Man gewährte mir Einlass und betraute mich schon nach kurzer Zeit mit der Chefredaktion des Automatisierungsmagazins a3VOLT. Eine wahre Herausforderung, als Frau in einer nahezu reinen Männerdomäne. Nun bin ich bereit für die dritte Etappe in meinem beruflichen Leben: ![]() |
![]() ![]() |